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        8/10

Tokio.

Reisen im Winter

Eine Japanreise im Winter ist ungewöhnlich. Sehenswürdigkeiten sind nahezu ausgestorben und selbst in touristischen Zentren trifft man auf nur wenige Reisende. Dafür kann man aber Tempel, Schreine und anderes in aller Ruhe anschauen. An manchen Orten sieht man ausgedehnte Raststätten und möchte sich gar nicht vorstellen, wieviele Menschen hier im Sommer sein werden. An den Wochenenden wird es durch japanische Tagesausflügler etwas lebhafter, aber wahrscheinlich immer noch kein Vergleich. Der zum Reisen geeigneteste Monat ist wahrscheinlich der November, noch warm, aber nicht mehr schwül-heiß und trocken, nach der vorangegangenen Regenzeit eine echte Erholung. Außerdem ist dann gerade Koyo, die sogenannte Herbstlaubfärbung mit wundervoll bunten Blättern. Jetzt ist gerade Januar, zwar kalt aber ebenfalls trocken und meist sonnig, so dass die Kälte nicht so unangenehm ist, zumindest im Süden des Landes.

Shinkansen nach Kyoto

Einmal das Erlebnis Shinkansen. Mit meiner Mutter zusammen, die mich zum Jahresende besuchte, ging es nach Kyoto, aus der neuen Hauptstadt in die alte. Der Shinkansen ist geräumiger als der deutsche ICE, nebeneinander gibt es zwei plus drei Sitze. Das mitgebrachte Gepäck stellt man vor sich, da es über-Kopf-Abstellmöglichkeiten wenige gibt. Die Beinfreiheit ist dafür umso größer. Während der Fahrt sah ich ihn dann zum ersten Mal, den Berg Fuji mit seiner weißen Haube aus Schnee, ein majestätischer Anblick. Auf der anderen Seite der Bahnstrecke breitet sich der Pazifik aus.