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Entlang der Meiji-Dori, meines
halbstündigen Fußweges zur Arbeit haben in den letzten drei Monaten
bestimmt zwanzig neue Geschäfte geöffnet. Leider ist es etwas mühselig,
die Lebensdauer zu verfolgen, aber allzu lange kann das oft nicht sein.
Orientieren
Die Orientierung in diesem Meer aus unbekannten
und schwer zu unterscheidenden Zeichen fällt am Anfang schwer. Eine
leicht zu erkennende Konstante in jedem Stadtteil dagegen sind zuallererst
die Konbini genannten, rund um die Uhr geöffneten kleinen Läden. Diese
funktionieren fast wie aus der Wohnung ausgelagerte Kühlschränke. Hier
kann man alles Notwendige kaufen, Essen, Trinken, Zeitschriften, Shampoo,
bis hin zu Briefpapier und Briefmarke.
Als Europäer ist man die Erdgeschosslage der Einkaufsviertel gewohnt. In
Tokio dagegen dominiert die mehrgeschossige Nutzung der Häuser für
verschiedenste Geschäfte. Entsprechend sind auch die Fassaden mit
herausstehenden vertikalen Werbeflächen übersät. Aufgrund der fehlenden
Addressierung der Häuser mit eindeutigen Hausnummern, ist diese Werbung
oft der einzige Weg, eine bestimmte Firma ausfindig zu machen.
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